Medien und Journalismus: Was kommt nach Corona?

Der Journalismus steckt schon seit längerer Zeit in der Krise: Stark sinkende Einnahmen, was gerade im Bereich der Printmedien und im Lokaljournalismus oft existenzbedrohend ist, dazu wachsender Vertrauensverlust beim Publikum. Aktuell zeigt die Corona-Pandemie auf der einen Seite auf, welch wichtigen Beitrag der Journalismus für die Gesellschaft leistet, gerade auf lokaler Ebene. Auf der anderen Seite hat sie die strukturellen Probleme, die bereits vorher sichtbar waren, weiter verschärft.

In einer Reihe von Online- und Präsenzveranstaltungen wird in den kommenden Wochen die Zukunft des Journalismus und der Medien von verschiedenen Seiten beleuchtet. Den Anfang macht das M100 Sanssouci Colloquium, das am 17. September 2020 unter dem Thema “Neustart: Shaping the Post-Covid Media Order” in Potsdam und online stattfindet. Im Rahmen der Veranstaltung wird auch der M100 Medienpreis vergeben, der in diesem Jahr an den ungarischen Journalisten und ehemaligen Chefredakteur des größten ungarischen Nachrichtenportals index.hu Szabolcs Dull geht.

Mit dem M100 Medienpreis 2020 ausgezeichnet: Szabolcs Dull
(Bild: Huszti Istvan)

Eine weitere Reihe begründet das Projekt „Media (R)evolution. Transatlantic Perspectives on the Future of the Public Sphere“ vom Institut für Medien- und Kommunikationspolitik (IfM) und der New Yorker Initiative 1014 Inc.: In drei Online Sessions mit Beginn am 23. September diskutieren Vertreter aus Medien, Politik und Wissenschaft Probleme, Innovationen und Zukunftsszenarien der Medienöffentlichkeiten. Auf dem Programm stehen unter anderem Lokaljournalismus, der gesellschaftliche Wandel im Newsroom und Auslandskorrespondenten.

MINUTEMAGZ wird hierzu in den nächsten Wochen weiter berichten.

(Schmuckbild: Alexas_Fotos, Pixabay)